3 ½ digitale Highlights #22

Google hat eine Mama names Alpabet, Chrome hat eine Browser-Extension die Freude macht, Zuckerberg hat große Pläne und Tinder hat ein Kommunikationsproblem.

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1. Alphabet als neue Spielwiese

Dieser Tage ging ein Raunen durch die Wirtschaft, als Google bekannt gab einen Mutterkonzern mit dem klingenden Namen Alphabet geschaffen zu haben, der helfen soll die immer stärkere Diversifikation des Unternehmens besser einzuteilen. Um sich weiterzuentwickeln müsse man Unabhängigkeit schaffen, heißt es aus der Chefetage. Scheinbar wollen Larry Page und Google Co-Gründer Sergey Brin mit Alphabet nun „größere“ und innovativere Ziele verfolgen und überlassen das Tagesgeschäft der Neo-Tochter Google. Es wird ja schon länger über die großen Pläne von Google gemunkelt und anscheinend wurde es jetzt an der Zeit sich ein neues Umfeld zu schaffen, in dem man unbeeinflusst von den Interessen des Tagesgeschäfts neue Innovationen vorantreiben kann. Diese Entwicklung ist gutes Beispiel dafür, wie essentiell neue Strukturen für das Fortschreiten von innovativen Projekten sind. Vielleicht sind nun Ballons, die globalen Internetanschluss zur Verfügung stellen oder selbstfahrende Autos doch schneller Realität als es uns vielleicht bewusst oder sogar lieb ist.

2. Freude mit jedem neuen Tab

Eigentlich hasse ich es ja zu viele Tab geöffnet zu haben, aber seid neuestem kann ich gar nicht genug davon bekommen einen Tab nach dem anderen zu öffnen. Seid wann genau das so ist? Seid ich die Browser Extension „Hello Tab“ auf meinem Chrome installiert habe. Jetzt erscheint mir nämlich beim Öffnen eines Tabs kein trauriges Google-Fenster mehr, sondern ein Gedanke von einem mir unbekannten Menschen, der diesen von irgendwo auf der Welt mit mir teilt. Tatsächlich zaubert mir fast jeder von ihnen ein Lächeln ins Gesicht und erinnert mich daran wie viele Menschen auf diesem Planeten das gleiche Bedürfnis haben wie ich. Das Bedürfnis ihre Gedanken miteinander zu teilen und jemandem etwas mit auf den Weg zu geben – und sei es noch so nichtig.

Bildschirmfoto 2015-08-13 um 15.07.35 3. Zuckerberg’s Pläne

Hätten sich Steven Spielbergs Labormäuse „Pinky und der Brain“ zu ihrer Zeit schon etwas vom lieben Herrn Zuckerberg abschauen können, wäre der Plan mit der Weltherrschaft vielleicht tatsächlich mal aufgegangen. Denn der Gründer von Facebook weiß wie der Hase läuft. Die Strategie lautet: das soziale Netzwerk soll zur Nachrichtenzentrale der Menschen werden. Umso besser, wenn dann alles bei einer Stelle zusammenläuft – also zumindest für die Stelle selbst. Nachdem Zuckerbergs Versuche den sozialen Dienst Twitter zu übernehmen im Jahr 2008 scheiterten wird jetzt gemunkelt dass Facebook einfach sein eigenes Twitter baut. Eine Standalone-App ist geplant, die es Medien ermöglicht die wichtigsten News in Form eines Mikroblogs im Umfang von 100 Zeichen zu verschicken und User können durch abonnieren selbst entscheiden was sie erhalten wollen. Da kann man ja nur gespannt sein welche Pläne der große Mark noch so für die Zukunft hat.

½. Tinder schmollt

Ob die Reaktion die Tinder bzw. die Social Media Verantwortlichen der App dieser Tage auf einen kritischen Artikel von Nancy Jo Sales zeigten angebracht waren oder nicht sei mal dahin gestellt. Was die Reaktion aber auf jeden Fall nicht war ist: Gut kommuniziert. Im Artikel „Tinder und der Beginn der Dating-Apokalypse “ äußerte sich Nancy Jo Sales kritisch zum Thema Dating-Apps und hob die Funktionen von Tinder hervor, als sie die Entwicklung einer neuen Dating-Kultur diskutierte. Die Inhalte schienen den Social Media Verantwortlichen von Tinder allerdings derartig gegen den Strich zu gehen, dass sie sich zu dem Artikel auf etwas bissige Art und Weise in sage und schreibe 31 Tweets äußerten. Wer kommt auf die Idee sich – als hoffentlich etwas online-affiner Social Media Beauftragter – das Medium Twitter auf so vollkommen falsche Weise zu Nutze zu machen? Diese Reaktion ist mir wirklich ein Rätsel. Wenn man etwas zu sagen hat, dass wirklich 31 Tweets ausfüllen kann, sollte man sich einfach kurz hinsetzen, tief durchatmen und scharf überlegen, ob es – bei den gefühlten Milliarden an Kommunikationsmöglichkeiten die Unternehmen heutzutage zur Verfügung stehen – nicht doch eine bessere Möglichkeit gibt als Twitter ;).

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Über den Autor

Marion Haidacher

Meine Rolle bei Liechtenecker:
Powerfrau im Bereich Content UX & Innovationsmanagement, Schöpferin von Präsentationen und Workshop Designs

Wenn es weder IT noch Digitalisierung gäbe, wäre mein Beruf:
Chefin von irgendwas/irgendwem

Mein Herz schlägt für:
Gute Geschichten, Fashion, gesundes Essen, Reisen, verrückte Menschen, neue Erfahrungen

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